Armes
- ⚔️TronçonneuseLÉG.
- ⚾Batte cloutéeRARE
- 🧹BalaiCOMMUN
Niemand konnte mit Sicherheit sagen, wo es angefangen hatte. Die einen beschuldigten einen Obdachlosen unter der Kirchenfeldbrücke, der seit Montag Leute gebissen haben soll, aber alle hielten ihn für betrunken. Die anderen zeigten auf das Labor im Inselspital, die dritten machten die Berner Platte im Restaurant Kornhauskeller verantwortlich, wo etwas im Fleisch definitiv nicht in Ordnung war. Es war Dienstag, 17:34, Stosszeit in Bern, und die Stadt wusste noch nicht, dass ihr weniger als vier Stunden blieben.
« À la tombée de la nuit, le Jet d'eau jaillissait encore sous les projecteurs, éclairant une ville où plus rien de vivant ne restait. La rue du Rhône, déserte, était jonchée de parapluies renversés et de chaussures abandonnées. Et dans l'obscurité, elle avait faim. »
Du katana à la marionnette de Billy. Du char de combat au nain de jardin. Chaque survivant a droit à 3 items : choisis-les bien. Débloque de nouveaux objets en gagnant de l'expérience.
Les repas deviennent des œuvres d'art. Le moral de l'équipe ne descend jamais sous 60%.
Les équipes qui disposent encore de quelques informations sur le monde d'avant tiennent plus longtemps. Connecte-toi pour activer le bonus permanent.
La couronne impose le respect même au milieu du chaos. Le leader rayonne de prestance, personne ne conteste ses ordres.
▌ DE 0 À 1200+ · DE "NOURRITURE À ZOMBIES" AU "MODE DIEU"
Lance la simulation. Découvre ton Survival Score. Partage ton équipe. Chaque décision compte. Chaque jour te rapproche du MODE DIEU, ou de la mort.
▌ 4 transmissions à lire avant de constituer ton équipe
Der erste Vorfall, den die Polizei ernst nahm, ereignete sich im Hauptbahnhof. Eine Frau um die fünfzig, mit einer Migros-Tüte in der Hand, biss einem Mann im Anzug in den Hals direkt auf dem Perron zum IC nach Zürich. Die Securitas dachte an einen häuslichen Streit. Als der Mann drei Minuten später mit trüben Augen aufstand und sich auf einen Teenager mit Rucksack stürzte, funktionierten die Kameras bereits nicht mehr. Um 17:51 hielt das Tram Nummer 9 am Zytglogge. Die Türen öffneten sich nicht. Von innen kamen Geräusche.
In der Kramgasse verstanden die Leute noch nichts. Jemand filmte, wie vier Personen über das Kopfsteinpflaster krochen, vorbei am Einsteinhaus, und stellte es auf TikTok mit dem Titel: Zombie Flashmob Bern, mega geil. Das Video erreichte 80.000 Aufrufe in fünfzehn Minuten. Die Kommentare waren lustig. Dann hörten sie auf, lustig zu sein, weil der Autor nicht mehr antwortete.
Um 18:47 trat der Sprecher der Kantonspolizei vor die Kameras beim Bundeshaus. Er sagte, die Situation sei unter Kontrolle und es handle sich um einen Vorfall im Zusammenhang mit einer neuen synthetischen Droge. Er empfahl Ruhe. Um 19:15 gingen im Bundeshaus die Lichter aus. Um 20:02 antwortete niemand mehr auf der 117. Der Schweizer Staat, der für jede Entscheidung eine Volksabstimmung brauchte, stellte an diesem Abend fest, dass Direktdemokratie bei einer Ausbreitungsrate von drei Minuten pro Opfer gewisse Schwächen aufweist.
Bern ist eine unmögliche Stadt für Quarantäne. Die Aare umschliesst die Altstadt in einer Schlaufe, aber genau das macht sie zur Falle, nicht zur Festung. Drei Brücken verbinden die Halbinsel mit dem Rest der Stadt, Kirchenfeldbrücke, Kornhausbrücke, Nydeggbrücke, und wer soll die sperren? Die Armee versuchte einen Kordon auf der Monbijoustrasse. Er hielt acht Minuten. Die Infizierten kamen auch über den Bärengraben, wo die Bären an diesem Abend zum ersten Mal in ihrem Leben die ruhigsten Bewohner der Stadt waren.
Die Altstadt fiel zuerst. Die Lauben, die berühmten Arkaden, die längste gedeckte Einkaufsstrasse Europas, wurden zur Todesfalle. Sechs Kilometer überdachte Gänge, in denen man nicht nach links oder rechts ausweichen konnte. Der Kindlifresserbrunnen, der seit fünfhundert Jahren Kinder erschreckte, war an diesem Abend nicht mehr die gruseligste Sehenswürdigkeit der Strasse. Im Loeb-Warenhaus rannte jemand die Rolltreppen hoch, ohne zu wissen, dass oben mehr warteten als unten.
Das Marzili, das Quartier an der Aare unter dem Bundeshaus, fiel ohne Kampf. Die Leute lagen noch auf den Liegewiesen am Flussufer, der April war warm gewesen, und die Aare glitzerte im letzten Licht. Als die ersten Infizierten den steilen Weg hinunterkamen, sprangen einige ins Wasser. Die Aare ist schnell, kalt und gnadenlos. Sie trug sie flussabwärts nach Thun. Was auch immer in Thun zwei Stunden später ankam, war kein Hilferuf.
Das Kirchenfeld, das Diplomatenviertel mit seinen Villen und Botschaften, fiel mit einer gewissen Ironie. Hinter den schmiedeeisernen Zäunen und den Sicherheitskameras sassen Diplomaten, die ihr Leben damit verbracht hatten, Krisen in anderen Ländern zu verhandeln. Die Botschaft eines Landes, das nicht genannt werden soll, versiegelte ihre Türen und funkte nach Hause. Die Antwort kam nie. Der Botschafter eines anderen Landes öffnete seine Tore für Flüchtlinge. Es war die letzte diplomatische Geste des Abends. Sie dauerte zwölf Minuten.
Die Länggasse, das Studentenviertel nahe der Universität, kämpfte wie Studenten kämpfen, chaotisch, laut und mit unkonventionellen Mitteln. Jemand warf Fondue-Caquelon vom Balkon. Jemand anderes benutzte ein Alphorn als Schlagwaffe, was akustisch beeindruckend war, aber taktisch wenig brachte. Im Unitobler versuchten Germanistikstudenten, eine Barrikade aus Büchern zu bauen. Die Ironie war ihnen bewusst. Es nützte nichts.
Bümpliz, das Arbeiterquartier im Westen, fiel leise. Sozialwohnungen, lange Korridore, ein Infizierter pro Stockwerk. Die Aufzüge standen um 20:10 still. Die Treppenhäuser waren dunkel. Die Geräusche aus den Treppenhäusern waren schlimmer als die Dunkelheit.
Der Bärenpark war der seltsamste Ort in dieser Nacht. Die drei Bären, Finn, Björk und ihr Junges, standen am Rand ihres Geheges und starrten auf die Nydeggbrücke, wo Schatten sich in eine Richtung bewegten. Die Bären brummten leise. Es war das Einzige in Bern, was noch normal klang.
Um 23:00 leuchtete nur noch das Bundeshaus. Die Kuppel, die Schweizerkreuz-Fahne, die Wasserspiele auf dem Bundesplatz, alles noch beleuchtet über einer toten Stadt, wie eine Modelleisenbahn, die weiterläuft, nachdem das Kind ins Bett gegangen ist. Im Nationalratssaal waren die Sitze leer. Alle 200. Zum ersten Mal war das Parlament einstimmig abwesend.
Bern war immer eine langsame Stadt gewesen. Bedächtig, ordentlich, ein bisschen langweilig, sagten die Zürcher. An diesem Abend war Bern so schnell gefallen wie jede andere Stadt. Die letzten Geräusche waren das Kratzen von Nägeln auf Sandstein und ein feuchtes Kauen, das der Aarenebel durch die Lauben trug, von der Nydegg bis zum Käfigturm. Hundertdreissigtausend Münder. Offen. Um zu beissen.